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PABSTORF

          AM GROSSEN BRUCH

 

 

Ortslage

In einem fruchtbaren Tale zwischen dem Elm, dem Fallstein und dem Huy liegt das Dorf Pabstorf. Umgeben wird Pabstorf von den Städten Schöningen und Halberstadt. Neun Ortschaften bilden einen Kranz um unseren Ort, wovon nördlich Sölligen, nordwestlich Jerxheim und westlich Beierstedt, Dedeleben im Westen, Vogelsdorf südwestlich, Anderbeck im Süden, Eilsdorf südlich und Aderstedt im Osten, sowie Wackersleben nordöstlich. Pabstorf und seine Nachbargemeinden gehören zum „Großen Bruch“. Das gesamte Bruch war bis tief ins Mittelalter hinein nicht bewohnbar. Führt doch die Sage den Namen auf Schlanstedt zurück, indem sie erzählt: in dem Schlamm bei dem genannten Dorfe sei im Jahre 934 nach der Hunnenschlacht Graf Stephan von Regenstein, ein treuer Gehilfe Heinrich I., im Kampfe gegen die Ungarn umgekommen, und seine Gemahlin habe, um das Andenken ihres Gatten zu ehren, an der Unglücksstätte ein Schloß als Witwensitz und nicht weit davon die Kirche erbauen lassen. Der diesbezügliche Vers geht noch heute im Volksmunde: „By Slansted is grot sump un kot, da fand de grafe sinn dod; op ören höhen waßt gut brod!“

 

Geschichte

Prachtvolle Gutshäuser, ein Gewirr von Häusern in winkligen, engen Strassen prägen das Ortsbild. Erstmals im Stiftungsbrief des Klosters Huysburg, urkundlich erwähnt, kann der Ort aber auf eine wesentlich längere Geschichte zurückblicken. Während der Völkerwanderung wurde hier eine Zufluchtsstätte errichtet und später zu einer Burg, dem Junkerhof, ausgebaut. Burg und Kirche wurden dann während der Belagerung 1383 zerstört. Die Kirche wurde 1441 im Burghof wieder aufgebaut. Laut einiger Überlieferungen soll Papst Clemens II., in Pabstorf geboren sein, wofür jedoch keinerlei Beweise dokumentiert sind. Der Ort lebte 600 Jahre in eigenartigen staatlichen Verhältnissen. Bis 1941 war es ein, in einen preußischen- und einen braunschweigischen Teil, geteiltes Dorf. Wobei das Rathaus aber von beiden Seiten genutzt wurde und auch der Gemeindesekretär im Dienst beider Teile stand. Ein wahres Schmuckstück bildet heute der Tempelhof (Haus Nr.1), aus dem 15. Jahrhundert. Nach seiner umfassenden Restauration, ist es eine Heimstätte für den Ortschaftsrat sowie auch Wirkungsstätte, für die vielen ortsansässigen Vereine. Pabstorf, ist auch als "das musikalische Dorf" bekannt. Männerchor, Frauen- und gemischter Chor sowie der Akapella-Chor "Voices of Bast", frönen ihrer Sangeslust. Alljährlich finden ein Volksfest, im Spätsommer die Pabstorfer Musikschorle statt.